FAQ

Karate ist eine japanische Kampfkunst, bei der man lernt, seine Hände und Füße als Waffen zu gebrauchen. Der Zweck liegt aber nicht in der Anwendung dieser Waffen, sondern in der Gesunderhaltung und Persönlichkeitsbildung. Es sind keine besonderen Voraussetzungen notwendig. Jeder kann Karate betreiben – unabhängig von Alter oder körperlicher Verfassung.Karate kann einen wertvollen Beitrag zur körperlichen und charakterlichen Entwicklung unserer Kinder leisten.Es bietet viele Möglichkeiten, wie z.B. das reine Fitnesstraining, den sportlichen Wettkampf oder die Selbstverteidigung.
Beim Training tragen alle einen weißen Karateanzug und farbige Gürtel, die Auskunft über den Fortschritt des Einzelnen geben. Der erste Dan (der schwarze Gürtel) bildet den Abschluss der Ausbildung als Karateschüler.
Karate ist keine Möglichkeit, sich innerhalb weniger Wochen auf der Straße zu prügeln. Karate bedeutet auch nicht, Steine zu zerschlagen oder ein unbesiegbarer Superkämpfer zu werden, der Konflikte mit Gewalt löst. Karate-Training setzt Geduld und eine gewisse Beharrlichkeit voraus, denn es ist eine Kampfkunst für das ganze Leben.
Die Antwort lautet ja! Karate wurde vor vielen Jahrhunderten auf der Insel Okinawa (Japan) zum Zweck der Selbstverteidigung entwickelt.
Die Kampftechniken der Okinawaner wurden mit chinesischem Kenpô-Techniken zu Karate entwickelt. Durch einen Erlass der eigenen Regierung und durch verschiedene Besatzer wurde der Privatbesitz von Waffen verboten, wodurch die Karate-Technik eine große Wirkung in der Selbstverteidigung erreichte. Gleichzeitig wurde Karate nur im kleinen Kreise geübt, um die Techniken und ihre Anwendung gegenüber Fremden geheim zu halten.

1922 kam Karate nach Japan und hat dort bis heute viele Veränderungen erfahren, aber sein kämpferischer Charakter ist geblieben. Auch hier gilt allerdings:Karate erlernt man nicht in wenigen Wochen! Eine realistische Selbstverteidigung setzt also regelmäßiges Training voraus.

In allen Dôjô des JKA Karate Bund Bremen e.V. leiten erfahrene Schwarzgurtträger das Training. Sie werden auf speziellen Lehrgängen auf die didaktisch-methodischen, sportwissenschaftlichen und medizinischen Schwerpunkte und Fragen des Karate-Unterrichts vorbereitet und ausgebildet. Alle sind selbst aktiv im Karate-Training und geben ihre Erfahrungen an ihre Schüler weiter.

Das Karate-Training wird in mehrere Schwerpunkte unterteilt: Zuerst wird mit gezielter Gymnastik der Körper geschmeidig gemacht. Danach übt man die Grundtechniken (Kihon), um sie in den Formen (Kata) und den Kampfübungen (Kumite) anzuwenden und weiter auszufeilen. Jede dieser Schwerpunkte besteht aus mehreren Lernstufen, um den unterschiedlichen Voraussetzungen und dem jeweiligen Niveau der Lerngruppe gerecht zu werden. Fallschule (Ukemi), Selbstverteidigung und Umgang mit traditionellen okinawanischen Waffen ergänzen das Karate-Training.